TL;DR — Mercedes C63 AMG W204 Fazit 2026
Der Mercedes-Benz C63 AMG W204 (2008-2015) ist der letzte Saugmotor-AMG mit 6,2 Liter V8 — der legendäre M156, in Affalterbach von Hand montiert, 457 PS und ein Sound, den die modernen Turbo-AMG schlichtweg nicht reproduzieren können. Auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt bewegen sich die Preise 2026 zwischen 30.000 EUR (früher Limousine mit hoher Laufleistung) und 70.000 EUR (2014-2015 Facelift mit Performance Package). In Litauen ist das Niveau nahezu identisch, teils sogar etwas niedriger.
Lohnt sich der Kauf 2026? Ja — aber ausschließlich mit lückenloser AMG-Servicehistorie und idealerweise ab Baujahr 2011, nachdem Mercedes die berüchtigten Zylinderkopfschrauben überarbeitet hat. Exemplare von 2008-2010 ohne präventiven Tausch der Kopfschrauben sind tickende Zeitbomben: Reißen die Schrauben, vermischt sich Öl mit Kühlmittel und es droht ein kapitaler Motorschaden (8.000-14.000 EUR). Hinzu kommt bei frühen M156 der Nockenwellen-Verschleiß (camshaft lobe wear) — ohne nachvollziehbare Wartungshistorie ist eine endoskopische Inspektion Pflicht.
Kurz das Wichtigste: Hinterreifen alle 15.000-20.000 km fällig (aggressive Hinterachsspur), jährliche Unterhaltskosten mit Vollkasko 5.000-7.500 EUR, eine Tankfüllung Super Plus (98 Oktan) kostet rund 110-120 EUR, realer Verbrauch bei 15-18 L/100 km. Wer ein gutes Exemplar erwischt, fährt das vermutlich einzige Auto seines Lebens, das nach zehn Jahren nicht an Wert verloren hat — und höchstwahrscheinlich noch weiter steigt.
Warum der C63 AMG W204 zur Legende wurde
Der Mercedes-AMG C63 W204 ist nicht einfach nur eine schnelle Limousine — er ist das Finale der V8-Saugmotor-Ära in der Kompaktklasse. 2014 verabschiedete sich Mercedes vom Saugmotor zugunsten des 4,0-Liter-Biturbo-V8 (M177), und die nachfolgende W205-Generation kam mit elektronisch inszeniertem Klang und Turboloch. Der M156 war der letzte V8, der in Affalterbach komplett von Hand nach dem Prinzip „Ein Mann, ein Motor” montiert wurde — mit Namensschild des Monteurs auf der Motorabdeckung.
Was ihn zur Legende macht:
- 6.208 cm³ Saug-V8 — 457 PS bei 6.800/min und 600 Nm bei 5.000/min
- Drehzahlbegrenzer bei 7.200/min — in einem Zeitalter von Downsizing fast schon anachronistisch
- Affalterbach Handarbeit — jeder Motor trägt die Signatur seines Monteurs
- Unverwechselbare Akustik — Bilstein-Abgasanlage plus Saug-V8 ergeben ein natürliches, organisches Grollen, das keinem Turbo-Aggregat gelingt
- AMG Speedshift 7G-Tronic — schneller schaltend als jedes frühe Doppelkupplungsgetriebe
- Breitere Karosserie — ausgestellte Kotflügel, AMG-Schürzen, zwei runde Endrohre statt der trapezförmigen der Nicht-AMG-Modelle
Die W204-Generation brachte AMG einer breiteren Käuferschicht näher: Gebraucht wurde der Wagen erschwinglich, und die Baureihe lief von 2008 (Vorstellung Frankfurt 2007) bis 2015 (Produktionsende zusammen mit der W204-Baureihe). Heute ist er bereits Youngtimer mit Klassiker-Potenzial — M3 E92 CSL und C63 507 Edition steigen preislich bereits kräftig, und die regulären 457-PS-Exemplare stabilisieren sich auf hohem Niveau.
Mercedes C63 AMG W204 — Technische Daten
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Motor | M156 E63 6,2L V8 DOHC 32V (Saugmotor) |
| Hubraum | 6.208 cm³ (trotz „6.3”-Schriftzug auf dem Ventildeckel — Hommage an den 300SEL 6.3) |
| Leistung | 457 PS bei 6.800/min (Standard) |
| Drehmoment | 600 Nm bei 5.000/min |
| Performance Package Leistung | 487 PS bei 6.800/min (Edition 507 — 507 PS) |
| Getriebe | AMG Speedshift MCT 7G-Tronic (7-Stufen-Automatik) |
| Antrieb | Hinterradantrieb (RWD) |
| 0-100 km/h | 4,5 s (Standard), 4,2 s (Performance Package), 4,1 s (Edition 507) |
| Vmax | 250 km/h (elektronisch abgeregelt), 280 km/h mit Performance Package |
| Verbrauch (NEFZ-kombiniert) | 12,6 L/100 km, real 15-18 L/100 km |
| Tankvolumen | 66 Liter |
| Kraftstoff | Super Plus 98 Oktan (Premiumkraftstoff zwingend) |
| Leergewicht | 1.730-1.795 kg je nach Karosserie |
| Karosserievarianten | Limousine (W204), Coupé (C204), T-Modell/Kombi (S204) |
Produktionsanteile nach Karosserievariante — die Limousine dominiert weltweit (~60 %), das Coupé wurde nur 2011-2015 gebaut (~25 %), das T-Modell ist am seltensten (~15 %) und auf dem deutschen Markt vergleichsweise rar.
Die größten Schwachstellen des C63 AMG W204
Der Mercedes C63 AMG W204 ist zuverlässig — sofern nach AMG-Protokoll gewartet. Aber er hat mehrere bekannte Schwachpunkte. Das ist kein Toyota Camry, sondern ein handgebauter 457-PS-Sportmotor aus Affalterbach. Hier die vollständige Liste der typischen Baustellen, die Sie vor dem Kauf kennen müssen.
1. Zylinderkopfschrauben — die Legende #1
Das bekannteste M156-Problem hat die Reputation des C63 über Jahre geprägt. Die werkseitigen Zylinderkopfschrauben waren zu schwach dimensioniert — mit der Zeit längten sie sich, verloren ihre Vorspannung und konnten im schlimmsten Fall reißen, wodurch sich Kühlmittel und Motoröl vermischten.
- Betroffene Baujahre: 2008-2010 (besonders 2008-2009)
- Werksseitige Abhilfe: 2011 führte Mercedes verstärkte Schrauben ein — nach Dezember 2011 produzierte Motoren haben die überarbeiteten Zylinderkopfschrauben serienmäßig
- Symptome: kaffeebraune Emulsion am Öldeckel, sinkender Kühlmittelstand ohne sichtbare Leckage, grauer Auspuffrauch, Überhitzung
- Präventivtausch: Zylinderkopfschrauben gemeinsam mit Zylinderkopfdichtungen — 4.500-6.500 EUR in einer AMG-Fachwerkstatt
- Im Schadensfall: Motorinstandsetzung oder Austauschmotor — 9.000-16.000 EUR
Wichtigster Tipp: Fragen Sie den Verkäufer nicht, ob die Schrauben getauscht wurden — verlangen Sie die Werkstattrechnung. Handelt es sich um ein 2008-2011er Modell ohne dokumentierten Tausch, handeln Sie mindestens 4.500 EUR Nachlass aus und planen Sie die Reparatur unmittelbar nach dem Kauf ein.
2. Nockenwellen-Verschleiß (Camshaft Lobe Wear)
Die zweite bekannte Schwachstelle — bei M156-Motoren von 2008-2011 nutzen sich die Nockenwellen, vor allem einlassseitig, vorzeitig ab. Das Werk hatte den Stahl nicht ausreichend gehärtet, sodass nach 100.000-150.000 km Metallspäne im Öl auftreten können.
- Betroffene Baujahre: bis 2011 (danach Metallurgie überarbeitet)
- Diagnose: endoskopische Inspektion durch die Zündkerzenbohrungen plus Ölanalyse auf Metallpartikel
- Reparatur: Tausch aller vier Nockenwellen inklusive Hydrostößel — 3.500-5.500 EUR
- Anzeichen: klapperndes Laufgeräusch, Fehler im Steuerzeitenbereich, Leistungsabfall
Wer ein Modell ab 2011 mit dokumentierten AMG-Servicen alle 10.000 km kauft, reduziert das Risiko deutlich.
3. Saugrohr-Drallklappen (Intake Manifold)
Das M156-Saugrohr besteht aus Kunststoff mit innenliegenden Drallklappen. Diese werden elektrisch angesteuert und können mit der Zeit abbrechen, in den Brennraum gelangen und einen Motorschaden verursachen.
- Symptome: Fehlercodes P2015 / P200A, unruhiger Leerlauf, Leistungsverlust im unteren Drehzahlbereich
- Reparatur: neues Saugrohr oder überarbeitete Variante mit Metallklappen — 900-1.600 EUR
- Prävention: Bei Fahrzeugen Baujahr 2008-2012 mit hoher Laufleistung empfehlen viele Spezialisten, die Drallklappen präventiv zu entfernen oder zu verstärken
4. Servolenkung (Hydrauliklenkung) — Undichtigkeit
Die hydraulische Servolenkung beginnt nach 120.000-150.000 km zu leckieren — insbesondere, wenn das Hydrauliköl nie gewechselt wurde.
- Symptome: niedriger Flüssigkeitsstand, Pfeifgeräusche beim Einschlagen, Ölflecken unter dem Fahrzeug
- Reparatur: neue Lenkgetriebeeinheit plus Leitungen — 1.500-2.500 EUR
5. Differenzial-Buchsen
Das Hinterachsdifferenzial des C63 AMG ist AMG-spezifisch (verstärkte Ausführung), aber die Gummibuchsen geben unter dem hohen Drehmoment und bei sportlicher Fahrweise früh auf.
- Symptome: Ruckeln beim Lastwechsel, Vibrationen bei 80-120 km/h
- Reparatur: Tausch gegen Polyurethan-Buchsen — 450-850 EUR, komplette Überholung des Differenzials ab 1.500 EUR
6. Reifenverschleiß — die Nummer-eins-Dauerkostenposition
Der C63 AMG W204 hat eine aggressive Hinterachs-Vorspur (rear toe-in) — das sorgt für bissige Traktion in Kurven, verschleißt die Reifen aber stark in der Lauffläche. Die Hinterreifen halten 15.000-20.000 km selbst bei konservativer Fahrweise, bei sportlicher Gangart nur 8.000-12.000 km.
- Empfehlung: Nach jedem Reifenwechsel zwingend Achsvermessung (70-120 EUR). Ohne Vermessung sind die neuen Reifen schneller verschlissen als gedacht.
- Reifenkosten: Michelin Pilot Sport 4S 255/35 R19 — rund 350 EUR pro Reifen, Vorderreifen 235/40 R18 — 270 EUR
- Jährliche Reifenkosten: 1.000-1.600 EUR (zwei neue Hinterreifen pro Jahr sind normal)
Performance Package — die Unterschiede
Das AMG Performance Package (P30) ist das wichtigste Ausstattungspaket, nach dem man suchen sollte — falls das Budget es zulässt.
| Komponente | Standard | Performance Package |
|---|---|---|
| Leistung | 457 PS | 487 PS |
| Vmax | 250 km/h | 280 km/h |
| Differenzial | Offen | Sperrdifferenzial (LSD) |
| Lenkrad | AMG-Serie | Alkantara mit abgeflachtem Unterteil |
| Bremsen | Serien-Verbundbremse | Verbundbremse mit größeren Vorderscheiben |
| Aerodynamik | AMG-Serie | Frontspoilerlippe, schwarzer Kühlergrill |
| Innenraum | Serie | Karbon-Zierleisten im Cockpit |
Wichtiger Hinweis: Prüfstandsmessungen zeigen, dass Performance-Package-Motoren regelmäßig rund 480 PS an den Hinterrädern abgeben, was etwa 510 PS an der Kurbelwelle entspricht — deutlich mehr als werksseitig angegeben. Mercedes-AMG hat den M156 traditionell unter Wert verkauft (underrated).
Edition 507 (nur 2013-2015) — die Stufe darüber mit 507 PS, Titan-Pleueln und Karbonelementen. Rar — weltweit wurden nur rund 150 Stück gefertigt. In Deutschland tauchen sie vereinzelt im Markt auf, in Litauen sind es Einzelstücke.
Limousine vs. Coupé vs. T-Modell
W204 Limousine (2008-2014) — die verbreitetste und am meisten empfohlene Variante. Praktisch, vier Türen, familien- und alltagstauglich. Die Preise sind am günstigsten im Vergleich zu den anderen Karosserievarianten.
C204 Coupé (2011-2015) — die optisch attraktivste Variante, aber seltener. Beim Wiederverkauf hält das Coupé den Wert besser als die Limousine. Wer auf Wertstabilität setzt — das Coupé ist die sichere Bank.
S204 T-Modell (2008-2014) — die Nischenvariante, praktisch und je seltener, desto teurer. Der Traum jedes AMG-Familienvaters: 6,2-Liter-V8 mit 485 Liter Kofferraum. In Litauen wird er selten gesucht und kommt meist aus Deutschland oder dem UK.
C63 AMG Black Series (2012-2014) — ausschließlich als Coupé, 510 PS, fester Heckspoiler, breitere Spurweite. Nur 800 Exemplare weltweit. In Deutschland gelegentlich am Markt, in Litauen nur Einzelstücke. Preis — 90.000-170.000 EUR, mit steigender Tendenz.
Mercedes C63 AMG W204 — Preise 2026 (DE/LT)
| Baujahr / Konfiguration | Zustand und Laufleistung | Preis 2026 (EUR) |
|---|---|---|
| 2008-2010 (vor Schraubenfix) | 180.000+ km, ohne Zylinderkopf-Reparatur | 30.000 – 38.000 |
| 2008-2010 mit dokumentiertem Schrauben- + Nockenwellentausch | 150.000-200.000 km | 35.000 – 45.000 |
| 2011-2013 (nach Schraubenfix) | Durchschnittliche Laufleistung 120.000-180.000 km | 38.000 – 52.000 |
| 2014-2015 Facelift | <120.000 km, lückenlose Historie | 48.000 – 70.000 |
| Performance Package (beliebiges Baujahr) | Aufpreis +5.000-10.000 EUR | +5k-10k |
| Edition 507 | Sammlerstück | 70.000 – 95.000 |
| Black Series Coupé | Sammlerstück | 90.000 – 170.000+ |
Markttrends 2026:
- Saugmotor-AMGs legen seit 2023 jährlich rund 8-12 % zu (Effekt des letzten Saug-V8 mit 6,2 Litern)
- Das Coupé hält den Wert besser als die Limousine (~20 % Aufpreis)
- Performance Package gewinnt weiter an Bedeutung — Aufpreis wächst
- Das Angebot in Litauen ist begrenzt: selten mehr als 15 Inserate gleichzeitig auf Autoplius und AutoGidas zusammen. In Deutschland deutlich breiter — mobile.de listet meist 80-120 Exemplare.
Checkliste vor dem Kauf
Wegen der Besonderheiten dieses Fahrzeugs ist eine normale Probefahrt plus VIN-Prüfung nicht ausreichend. Wir empfehlen folgende Prüfpunkte:
1. Audit der Servicehistorie
- Lückenlose Wartung bei einem autorisierten AMG-Betrieb alle 10.000 km (oder jährlich)
- Zylinderkopfschrauben-Tausch (bei Baujahr 2008-2011) — muss dokumentiert sein
- Nockenwellen-Inspektion (bei Baujahr 2008-2011) — endoskopisch oder bereits getauscht
- Ölwechselintervalle — nicht über 10.000 km hinaus, AMG-spezifisches 0W-40 (Mobil 1 oder MB 229.5)
2. Motor-Sichtprüfung
- Öldeckel — keine kaffeebraune Emulsion (Indikator für Kopfschraubenproblem)
- Kühlmittel — Stand, Farbe, frei von Ölspuren
- Endoskopie durch die Zündkerzenbohrungen — Nockenwellen, Zylinderwände
- Ölanalyse (Blackstone / Motorcheckup) — 30-60 EUR, zeigt Metall- und Frostschutzmittelspuren
3. Probefahrt
- 80-120 km/h — keine Vibrationen (Differenzial)
- Starkes Beschleunigen ab 3.000/min — keine Leistungseinbrüche (Nockenwellen)
- Harte Bremsung — kein Ausbrechen (Achsvermessung)
- Langsame Kurven — kein Knacken (Differenzial)
4. Reifen und Fahrwerk
- Innenkante der Reifen — Verschleiß durch die Vorspur ist normal, aber bei starker Unregelmäßigkeit Verdacht auf Fahrwerksbuchsen
- Querlenker — Gummibuchsen verschleißen regelmäßig nach 100.000 km
- Hinterachsträger-Buchsen — Knarzen bei Bodenwellen
5. Elektronik
- Airmatic (falls vorhanden) — alle vier Fahrzeugecken auf gleicher Höhe, kein Absacken am Morgen
- SBC-Bremse — frühe W204 (bis 2009) können eine defekte SBC-Pumpe haben (über 2.000 EUR)
- COMAND / Telematik — alle Displays, Bluetooth und Navigation funktionsfähig
Gutachterliche Kaufuntersuchung (PPI) beim AMG-Spezialisten: 250-450 EUR. Das ist die günstigste Versicherung, die man kaufen kann — eine unentdeckte Zylinderkopfschraube kostet sonst schnell 10.000 EUR.
Reale Unterhaltskosten des C63 AMG W204
| Kostenposition | Jährliche Kosten (EUR) |
|---|---|
| Kraftstoff (15.000 km @ 16 L/100 km, Super Plus @ 1,85 EUR/L) | 4.440 |
| Vollservice (AMG 0W-40 + Filter) | 350 |
| Reifen (zwei Hinterreifen PS4S R19 pro Jahr) | 700 |
| Vollkasko (Fahrzeugwert 45.000 EUR, 40-jähriger Fahrer) | 1.800 – 2.800 |
| Haftpflichtversicherung | 600 – 1.000 |
| HU/AU plus Steuer (ca. 700 EUR Kfz-Steuer!) | 830 |
| Bremsen (Scheiben/Beläge alle 2 Jahre) | 400 / Jahr |
| Kleinreparaturen (Differenzialbuchsen, Fahrwerk etc.) | 500-1.000 |
| Summe jährlich (ohne Großreparatur) | 7.500 – 10.500 EUR |
Wichtig: In dieser Kalkulation ist kein Zylinderkopfschrauben- oder Nockenwellentausch enthalten — bei Bedarf müssen zusätzlich 5.000-10.000 EUR einmalig einkalkuliert werden.
Zum Vergleich — ein BMW M3 E92 mit S65-V8 liegt unterhaltsseitig ähnlich (Pleuellagertausch alle 100.000 km — rund 3.500 EUR), der Audi RS4 B7 ist im Service günstiger (keine AMG-Werkstatt nötig), aber Teile sind schwerer verfügbar.
Welche C63-AMG-Variante ist die richtige?
Ideales Profil eines C63 AMG W204 für 2026:
- Baujahr 2012-2015 (nach dem Zylinderkopfschrauben-Fix)
- Performance Package (P30) — Sperrdifferenzial und 487 PS
- Lückenlose Historie bei einem autorisierten Mercedes-AMG-Betrieb — alle 10.000 km
- Ein bis zwei Vorbesitzer — keine Händler-Durchläufer
- Unter 150.000 km — nach dem Schraubenfix sind auch 180.000 km noch akzeptabel
- Idealerweise: AMG Track Package oder Aero-Kit, Karbon-Interieur
- Kein UK-Import (Rechtslenker-Probleme), kein US-Import (andere Abgasnorm)
- Dokumentierte Ölhistorie mit AMG-Spezifikation 0W-40
Zu vermeiden:
- 2008-2010 ohne dokumentierten Zylinderkopfschrauben-Tausch — kalkulieren Sie die Reparatur sofort ein
- Fahrzeuge mit mehreren Besitzern in kurzer Zeit (Red Flag)
- „Stage 1/2”-Tuning — unklar, wie das Fahrzeug behandelt wurde
- Exemplare mit Elektronikproblemen und der Aussage „alle Fehlercodes sind egal”
C63 AMG vs. Konkurrenz — was ist besser?
C63 AMG W204 vs. BMW M3 E90/E92
BMW M3 (S65 4,0 V8, 420 PS) — drehfreudig, technischer, aggressiver. Leichter (1.560 kg vs. 1.730 kg), höher drehend (8.300/min vs. 7.200/min), klassisches Heckantriebs-Feeling. Aber: Pleuellagertausch alle 100.000 km (3.500 EUR), SMG-Getriebe der frühen Modelle (ab 2009 besser mit DCT), geringeres Drehmoment (400 Nm vs. 600 Nm). M3 — der Trackday-Sportler. C63 — der Autobahn- und Alltags-AMG.
Mehr zum Thema: BMW vs. Mercedes — welche Marke ist zuverlässiger?
C63 AMG W204 vs. Audi RS4 B7
Audi RS4 B7 (4,2 V8 FSI, 420 PS) — Quattro-Allradantrieb, älter (2006-2008), mit stark steigenden Preisen (Klassikerpotenzial). Aber: komplexere Reparaturen, schmalere Teileverfügbarkeit, geringeres Drehmoment. RS4 — der Winterfreund. C63 — das Ganzjahresauto, sofern mit Winterreifen versehen.
Ausführlich: Audi vs. BMW — welche Marke ist zuverlässiger?
C63 AMG W204 vs. Lexus IS-F
Lexus IS-F (2UR-GSE 5,0 V8, 417 PS) — der zuverlässigste der drei. Toyota-Qualitätsstandard, dafür weniger AMG-typischer Motor-Charakter. In Europa selten. Wer eine V8-Limousine sucht, die niemals ausfällt — das ist der IS-F. Wer Emotion will — der C63.
Fazit: Wer ein Budget von 35.000-50.000 EUR hat und eine emotionale V8-Limousine mit guter Werkstattabdeckung in Deutschland (und in Litauen) sucht — der C63 AMG W204 ist die beste Wahl.
Für wen eignet sich der Mercedes C63 AMG W204?
Der ideale Besitzer:
- Zweit- oder Drittwagen im Haushalt — nicht der tägliche Pendler
- Enthusiast, der den Saug-V8-Sound über reine Turbo-Leistung stellt
- Bereit für ein jährliches Unterhaltsbudget von 7.500-10.500 EUR
- Sucht Klassiker-Potenzial — nach zehn Jahren mehr wert als heute
- Hat eine eigene Werkstatt oder einen vertrauenswürdigen AMG-Spezialisten (in Deutschland zahlreich, in Litauen 3-4 bekannte Adressen)
Nicht geeignet:
- Als Erstwagen oder für junge Fahrer (Versicherung und Verbrauch sind untragbar)
- Für alle, die „günstig fahren” wollen — das ist ein Sportwagen, kein Effizienz-Wunder
- Wer 30.000+ km pro Jahr fährt — Reifen- und Kraftstoffkosten werden unfair
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FAQ — Mercedes C63 AMG W204
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